Anwendungsbereich meiner Arbeit.
Stephan Peukert • 8. April 2026
(Kommunikation von Hundetraining)
Viele Menschen mit Hunden sind es gewohnt, einen Hundetrainer bei Problemen mit ihrem Hund aufzusuchen. Unter anderem kommen Kunden genau mit diesen Problemen auch zu mir. Die klassischen Probleme, die man so als Hundehalter haben kann, sind auch Teil meiner Arbeit. Nur setze ich statt auf ein Training, in dem ich dem Hund ein bestimmtes Verhalten beibringe, auf das, was davor passieren sollte. Man nennt es Sozialisierung oder, einfacher gesagt, Erziehung. Egal, ob du später zum Hundetraining gehen möchtest – das, was ich mache, sollte davor stattfinden. Der erste Anwendungsbereich sind also ganz klassische Probleme mit dem Hund. Vom Leinenziehen bis zur Aggression gegenüber Artgenossen bietet meine Arbeit einen Lösungsansatz. Dabei geht es nicht um das Erlernen von Kommandos, sondern um Kommunikation auf der sozialen Ebene.
Die klassischen Probleme mit Hunden sind keine individuellen Probleme, sondern gesellschaftliche Erscheinungen. Es gibt kaum jemanden, der ein Problem mit einem Hund hat, das so noch nicht existiert hat. Deswegen stand für mich die Frage im Raum, warum diese Probleme nicht gelöst werden können, wenn sie doch immer wieder auftauchen. Die Antwort ist eine Blindheit (gewollt oder ungewollt) gegenüber sozialen Strukturen. Tatsächlich findet aufgrund meiner Arbeit ein Umdenken statt, das sogar die eigene Wahrnehmung verändern kann. Zum Beispiel kann sich das Verständnis von fair, gerecht, Gleichheit oder Tierschutz verändern. Denn in diesen Bereichen leiste ich Aufklärungsarbeit und verdeutliche den Stellenwert des Menschen und des Hundes innerhalb der Beziehung.
Durch die Arbeit an Beziehungen spielen auch andere Bereiche eine Rolle. Viele meiner Kunden kommen wegen des Hundes und bleiben wegen sich selbst. Dabei spielt die Beziehung zu anderen Menschen eine wesentliche Rolle. Berufliche Weiterentwicklung, familiäre Strukturen stehen genauso im Fokus meiner Arbeit wie der Gewinn einer neuen Lebensqualität.
Streng genommen muss man sagen, dass ich Menschen einen Ausstieg ermögliche, der es ihnen erlaubt, die eigene gelernte soziale Struktur zu verändern. Wir Menschen sind alle von Erfahrungen und Theorien geprägt. Durch meine Arbeit liefere ich argumentative Gründe, die Dinge zu überdenken, die dich selbst aufhalten. Manchmal bedeutet das auch, dass wir erst einmal auf die Suche gehen müssen – nach deiner Persönlichkeit, die sich hinter der falschen Erziehung gar nicht entwickeln konnte. Wir suchen also das, was wirklich da ist, und kritisieren das, was da sein soll. Auf einer sozialen Ebene finden dadurch Menschen zusammen und verstehen, was es bedeutet, mit einem Hund wirklich in Verbindung zu sein.
Bei Interesse an Hundetraining, also der Ausbildung von Hunden, findet meine Arbeit keinen Anwendungsbereich. Die Kommunikation obliegt Hundetrainern. Für mich zählt natürliches und soziales Verhalten. Das versuche ich beim Menschen und beim Hund wieder zu aktivieren.